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Partnerlook
Was in Deutschland seit Jahren verschrien ist, erlebt in China derzeit einen absoluten Boom: der Partnerlook.
Landesweit gibt es sicher tausende solcher Pandaköpfe, der damit zum Symbol wird für Chinabegeisterung, Gemeinschaftssinn und Völkerverständigung.
Jannika Schulz
Austauschjournalistin in Peking
Mehr über das Austauschprogramm erfahren Sie unter www.medienbotschafter.com.
Fotoleidenschaft
Viele Chinesen teilen dieselbe Leidenschaft: das Fotografieren. So lichten sie mit großer Begeisterung und sehr gründlich alle Sehenswürdigkeiten, Berge, Tempel, Parks, Häuser und Steine ihrer Umgebung ab. Am liebsten aber knipsen sie sich gegenseitig und das in possierlich Posen:
Das Alter oder der soziale Status des Fotoobjekts spielt dabei keine Rolle.
Wichtig bei alledem ist das lautstarke in Position Rufen des Fotografen und das Einzählen des Aufnahmevorganges: 1, 2, 3, Aubergine!
Mittlerweile habe ich diese Art der Begegnung sehr lieb gewonnen und ich lasse mich jedes Mal ebenfalls mit den Chinesen fotografieren. Denn auch wenn wir uns wegen der Sprachbarriere kaum verständigen können, so spüre ich doch, dass diese Momente für alle sehr wertvoll sind. Manchmal ist ein gemeinsames Foto vielleicht mehr wert als tausend Worte.
Herzliche Grüße,
Jannika Schulz
Austauschjournalistin in Peking
Mehr über das Austauschprogramm erfahren Sie unter www.medienbotschafter.com.
Hundekult
Wer denkt Chinesen essen Hunde ist auf dem Holzweg.
Der Chinese von heute hält sich einen Hund als Haustier. Neben handlichen Miniaturausgaben, sind vor allem große und typisch deutsche Hunde wie Golden Retriever beliebt. Wohnung, Auto, Kind und Hund, dieses Familienbild gilt seit einigen Jahren nun auch im Reich der Mitte. Für viele kinderlose Paare ist, genau wie auch bei uns, der Vierbeiner dabei Nachwuchsersatz.
Auf die Schönheit des haarigen Freundes legen die Besitzer sehr viel Wert: So kämmen sie ihre Wauwis gerne ausgiebig im Park oder der Hund kommt gleich in den Beautysalon. Vor allem das „geföhnt werden“ gefällt den Wolfnachfahren dabei besonders. Wer es verrückt mag, kann seinem Hund auch das Fell tönen lassen. Beliebt ist dabei der Pandalook. Außerdem gibt es bunte Kunstnägel für die Pfötchen.
Eine tragische Seite hat der Hundekult allerdings auch: Wegen mangelnder Erfahrung in der Tierhaltung sind viele Besitzer schon nach wenigen Wochen so von ihren Lieblingen genervt, dass sie sie wieder loswerden wollen. Im größten Tierheim Pekings leben derzeit 3.000 verstoßene Hunde.
Herzliche Grüße,
Jannika Schulz
Austauschjournalistin in Peking
Mehr über das Austauschprogramm erfahren Sie unter www.medienbotschafter.com.
Hallo Sonne
Viele Chinesen haben, ähnlich wie auch Japaner und Südkoreaner, eine große Vorliebe für alles Niedliche. So stecken sich noch Mittvierziger Hasen-Öhrchen aus Plüsch auf den Kopf und Teenager-Jungs tragen Panda-Caps zu Tiger-Turnschuhen mit Puschelschwanz. Auch die bildreiche Sprache der Chinesen klingt, zumindest übersetzt und in unseren Ohren, sehr oft sehr süß.
6293 Stufen über 1350 Höhenmeter trennen die sonnenhungrigen Bergsteiger vom Aussichtspunkt, den schon Konfuzius und Mao erklommen haben sollen. Ob sie allerdings ähnlich niedliche Sonnenanfeuerungschoräle gebildet haben, ist nicht überliefert.
Herzliche Grüße,
Jannika Schulz
Austauschjournalistin in Peking
Mehr über das Austauschprogramm erfahren Sie unter www.medienbotschafter.com.
Pekingtanz
Es ist ein allabendliches Ritual in der 20-Millionen-Metropole Peking:
Sobald die Dämmerung einsetzt, verlangsamt sich der Pulsschlag der wuselig-lärmenden Hauptstadt. Es beginnt die Zeit der Tänzer. Auf Plätzen und in Parks versammeln sie sich, um stundenlang mit größter Hingabe ihrer Leidenschaft zu frönen. Eine oder mehrere Vortänzerinnen geben dabei in der ersten Reih zu Musik, die klingt wie eine Mischung aus Modern Talking und sentimental-dramatischer Pekingoper, die Choreographie vor. In Reihe und Glied folgen die (meist ausschließlich) Frauen den elegant-sanften Bewegungen der Vorderfrauen. Die Kleiderordnung ist lässig. Meistens tragen die Frauen bequeme Joggingteile, einige kommen aber auch im Businessdress, wahrscheinlich direkt von der Arbeit.
Denn so unterschiedlich sie auch sein mögen, in der megakomplexen Riesencity Peking: Auf der Tanzfläche sind sie alle ganz offensichtlich sehr glücklich.
Jannika Schulz
Austauschjournalistin in Peking
Mehr über das Austauschprogramm erfahren Sie unter www.medienbotschafter.com.
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