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Nachrichten aus Schleswig-Holstein
Aus für Lübecker Maschinenbau Gesellschaft
Lübeck.- Die traditionsreiche Lübecker Maschinenbau Gesellschaft (LMG) wird endgültig geschlossen. Der Insolvenzverwalter Klaus Pannen bestätigte am Donnerstag einen Bericht der «Lübecker Nachrichten», wonach der Betrieb bereits zum 31. Juli eingestellt wird. Er habe bis zuletzt mit möglichen Interessenten für das Stahl- und Maschinenbauunternehmen verhandelt, doch letztlich habe keiner ein verbindliches Angebot vorgelegt, sagte Pannen. Mit dem Aus verlieren die noch verbliebenen rund 130 Beschäftigten ihre Arbeitsplätze. In den besten Zeiten des 1846 gegründeten Unternehmens arbeiteten dort bis zu 3000 Menschen.
Bekannt wurde das Unternehmen, dessen Name im Lauf seiner Geschichte mehrfach wechselte, vor allem mit Schwimm- und Trockenbaggern, die unter anderem im Braunkohlentagebau weltweit eingesetzt wurden. Einen Grund für das Scheitern der Investorensuche sieht Pannen «im Unternehmen selbst». Aus der Sicht möglicher Investoren habe die LMG nicht viel mehr zu bieten gehabt als seine Lage, sagte der Insolvenzverwalter. Er hoffe jetzt, wenigstens einen Käufer für das Gelände direkt an der Trave und in der Nähe der Autobahn A 1 zu finden.
Das Unternehmen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. 1911 übernahm Orenstein & Koppel die Aktienmehrheit der LMG, 1950 fusionierten beide Unternehmen. Nach der Übernahme durch die Krupp Fördertechnik GmbH 1993 wollte sich das Unternehmen mit der Fertigung von Windkraftanlagen ein weiteres Standbein schaffen. Nach einem fast drei Jahre dauernden ersten Insolvenzverfahren entstand 2007 die LMG Anlagenbau GmbH, die sich als Zulieferer für den Windanlagenbau, Stahlwerksausrüstungen und Hafen-Logistikanlagen etablieren wollte. Die weltweite Wirtschaftskrise und Billigkonkurrenz machten jedoch einen Strich durch die Rechnung, so dass der Geschäftsführer im April dieses Jahres Insolvenz anmelden musste.
Im Juli mehr Arbeitslose in Schleswig-Holstein
Kiel.- Trotz leicht gestiegener Arbeitslosenzahlen im Juli hält der insgesamt positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein an. «Wir haben eindeutig einen konjunkturellen Aufschwung», sagte der Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Jürgen Goecke, am Donnerstag in Kiel. «Ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren sinkende Arbeitslosenzahlen haben werden - allerdings auch wegen der demografischen Entwicklung, da weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen.» Der DGB sieht in der aktuellen Arbeitsmarktentwicklung «Licht und Schatten».
Im Juli waren in Schleswig-Holstein 105 800 Menschen ohne Arbeit, 3500 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote nahm von 7,1 auf 7,4 Prozent zu. Der leichte Anstieg sei saisonal üblich, sagte Goecke, am Donnerstag in Kiel. Wegen des Endes des Ausbildungsjahres komme es jeden Juli zu mehr Arbeitslosenmeldungen von jungen Fachleuten, die im Sommer nicht nahtlos von den Betrieben übernommen werden.
Bierdurst im Norden trotz Fußball-WM gesunken
Wiesbaden.- Die Schleswig-Holsteiner und Hamburger haben im ersten Halbjahr deutlich weniger Bier getrunken als 2009. Mit einem Rückgang um 3,5 Prozent auf 2,1 Millionen Hektoliter fiel das Minus dabei stärker aus als im Bundesdurchschnitt (0,7 Prozent). Dies geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag hervor. Im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern sank der Bierkonsum in Schleswig-Holstein und Hamburg auch im Juni - trotz der Fußball- Weltmeisterschaft. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.
Neuer Bahnhof auf Fehmarn eröffnet
Burg.- Fehmarn hat seit Donnerstag einen neuen Bahnhof in Burg. Künftig halten dort nach Angaben des Verkehrsministeriums in Kiel und der beteiligten Bahnunternehmen alle zwei Stunden die Regionalzüge aus Lübeck. Im Sommer fahren demnach sonnabends und sonntags je zwei Direktzüge von und nach Hamburg. Im kommenden Jahr sollen auch InterCity-Züge am neuen Bahnhof halten. Dieser sei gut für die Inselbewohner, aber auch für Touristen und Tagesausflügler, sagte Verkehrsstaatssekretärin Tamara Zieschang. «Ich bin sicher, dass die vier Millionen Euro, die das Land hier investiert hat, gut investiertes Geld sind.» Zwischenhalte für die Regionalzüge zwischen Lübeck und Fehmarn sind Großenbrode, Oldenburg, Lensahn, Sierksdorf, Haffkrug, Scharbeutz, Timmendorfer Strand und Bad Schwartau.
Mehr psychisch Kranke im Norden
Hamburg/Kiel. - Die Zahl der psychisch Kranken hat weiter zugenommen. Hamburger Krankenhäuser behandelten nach den aktuellsten Zahlen im Jahr 2008 rund 24 500 Bewohner der Hansestadt wegen psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen vollstationär. Dies waren 4 Prozent mehr als im Vorjahr und 16 Prozent mehr als im Jahr 2003, teilte das Statistikamt Nord am Donnerstag mit. Damit entfielen auf je 1000 Hamburger 14 Klinikbehandlungen aufgrund psychischer Erkrankungen. In Schleswig-Holstein waren es 16 Fälle, bei insgesamt 45 800 Betroffenen. Der Zuwachs betrug hier 3 Prozent im Jahr 2008 und 12 Prozent gegenüber 2003.
Frau überquert geschlossenen Bahnübergang - tot
Bad Segeberg. - Eine 62 Jahre alte Frau ist beim Überqueren eines geschlossenen Bahnübergangs in Bad Segeberg am Mittwoch von einem Zug erfasst und getötet worden. Warum die Fußgängerin, die ihr Fahrrad schob, die geschlossene Schranke ignorierte, ermittelt die Kriminalpolizei. Die rund 30 Fahrgäste der Bahn blieben unverletzt und konnten in einen Bus umsteigen. Für die Rettungsmaßnahmen war die Bahnstrecke zwischen Bad Segeberg und Neumünster gesperrt, teilte die Polizei mit.
Feuer in Kieler Reihenhaussiedlung
Kiel. - In einer Reihenhaussiedlung des Kieler Stadtteils Schilksee hat in der Nacht zum Donnerstag ein Einfamilienhaus gebrannt. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte vermutlich eine umgefallene Lampe das Feuer ausgelöst. Die beiden Anwohner, die das Feuer bemerkt und gemeldet hatten, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Vier Löschzüge mit 80 Feuerwehrleuten kamen zum Einsatz. Die Flammen breiteten sich erst auf das Dach und dann auf ein Nachbarhaus aus. Polizei und Feuerwehr rechnen mit einem Schaden in Höhe von mindestens 100 000 Euro.
22 Straftäter werden im Norden möglicherweise entlassen
Hamburg/Kiel. - In Hamburg und Schleswig-Holstein müssen möglicherweise 22 Straftäter aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden - auch wenn sie noch als gefährlich gelten. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg. Danach darf die Sicherungsverwahrung nicht rückwirkend verlängert werden. Bis 1998 war sie auf maximal zehn Jahre begrenzt.
In Hamburg sind laut Justizbehörde 17 Straftäter von dem Urteil betroffen. Drei von ihnen könnten bereits vor Weihnachten auf freien Fuß kommen. In Schleswig-Holstein kamen Mitte Juli bereits zwei Sexualstraftäter aus der Sicherungsverwahrung frei. Fünf weitere Häftlinge könnten dem Kieler Justizministerium zufolge bis Ende 2011 oder Anfang 2012 von der Straßburger Entscheidung profitieren. Ein weiterer entlassener Sexualstraftäter aus Baden-Württemberg ist vor gut einer Woche nach Hamburg gezogen.
Entführte THW-Mitarbeiter wieder zurück in Heimat
Wahlstedt. - Der im Sudan als Geisel freigelassene THW-Mitarbeiter ist wieder zuhause in seinem Heimatort Wahlstedt. Der 34-Jährige und der ebenfalls nach fünfwöchiger Geiselnahme freigekommene Kollege (52) aus Bonn, dessen Familie in Berlin lebt, seien bei ihren Angehörigen eingetroffen, berichtete THW-Pressesprecher Nicolas Hefner am Mittwochabend. Beide Freigelassenen hätten ein wenig abgenommen, die Haare seien etwas länger geworden, sie seien insgesamt gut behandelt worden von den Geiselnehmern, sagte Hefner.
Kilometerlanger Stau nach Lkw-Brand auf A7
Kaltenkirchen. - Nach dem Brand eines Sattelzugs auf der A7 ist der Verkehr zwischen den Anschlussstellen Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg am Mittwoch nur noch schleppend vorangekommen. Zeitweilig staute er sich in dem Bereich auf mehr als 10 Kilometern Länge. Der mit Holz beladene 40-Tonner war am Mittag in Brand geraten und auf dem Seitenstreifen vollständig ausgebrannt, teilte die Polizei in Neumünster mit. Nach ersten Erkenntnissen hat ein technischer Defekt an der Zugmaschine den Brand ausgelöst.
Lübecker Uni-Präsident holt Rotspon-Cup
Travemünde. - Nicht nur beim Kampf um den Erhalt der Lübecker Uni, sondern auch beim Segeln hat der Lübecker Universitätspräsident Peter Dominiak Kampfgeist bewiesen. Bei der Rotsponregatta der Travemünder Woche besiegte er als Segelneuling den erfahrenen Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Die Crew um Dominiak gewann zwei von drei Rennen auf der Trave und durfte dafür den Pokal in Gestalt einer Sechs-Liter-Flasche Lübecker Rotspon in Empfang nehmen.
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Kommentare
ich kenne das ,weil ich es schon mit meiner tochter durch hatte ,sie war mit kind ...
bei Hilfe!
Der Blonde Hans meint
Ein guter weg ist das, den die bieden da eingeschlagen haben! Der Willen ist da. Es ...
bei Kilo-Kampf
jutta meint
in solchen zimmern kann man doch keine kinder wohnen lassen. da ist ja ein schweinestall öfter ...
bei Hilfe!
Diana meint
Oh man mir fehlen echt die Worte wenn ich das sehe ik kann es einfach nicht ...
bei Hilfe!
dompfarramt braunschweig meint
Frau Stadler ist ausgewiesene Fachfrau und arbeitet ua. für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Das landeskirchliche Bauamt ...
bei Aufgedeckt





